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Bürgerantrag zur Geschwindigkeitsbegrenzung

Täglich rollt die Blechlawine auf der Staatsstraße 2063 durch den Ortsteil Untereurach und entlang des Iffeldorfer Gewerbegebiets. Der Wunsch der Gemeinde Iffeldorf nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Straße von Seeshaupt nach Penzberg ist kein neuer. Ob er erfüllt wird, liegt jedoch im Zuständigkeitsbereich des staatlichen Bauamts Weilheim, das für die Kochler- und Seeshaupter Straße zuständig ist.

Im Oktober 2016 reichten 46 Iffeldorfer Bürger – vertreten durch Dr. Johannes Wagner, Gerhard Kerfers und Hans-Dieter Necker - einen Bürgerantrag bei der Gemeinde Iffeldorf ein. In diesem forderten Sie eine Geschwindigkeitsbegrenzung außerhalb der nördlichen und südlichen Ortsausfahrt des Ortsteils Untereurach. Die Antragsteller wollen mit ihrem Gesuch mehr Verkehrssicherheit und besseren Lärmschutz, sowie eine Verringerung der Abgasemissionen im Gemeindebereich erzielen. Eine Messung der Geschwindigkeit wurde Ende November bis Anfang Dezember am Ortseingang aus Richtung Seeshaupt durchgeführt. Das Ergebnis viel erschreckend aus: Es gab Überschreitungen der vorgeschriebenen 50 km/h-Höchstgeschwindigkeit in 95% der Fälle, die teilweise sogar dreistellig ausfielen.

In einer ersten Stellungnahme des Landratsamts wurde den Forderungen der Gemeinde nicht stattgegeben. Die Antragsteller des Bürgerantrags haben in einem Schreiben an die zuständige Stelle des Straßenverkehrsamts versucht, die Argumente für eine Begrenzung der Geschwindigkeit zu untermauern und hoffen nun zusammen mit der Gemeinde, sowie vielen Bürgern auf eine neue Bewertung der Situation. 

In benachbarten Gemeinden gibt es durchaus Beispiele, bei denen Ortsschilder vor die geschlossene Bebauung versetzt sind oder Geschwindigkeitsbeschränkungen außerhalb dieser bestehen. So befindet sich zum Beispiel das Seeshaupter Ortsschild an der südlichen Ortseinfahrt an der Abzweigung zum Bahnhof weit vor dem Siedlungsgebiet. Auch in Bernried gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h im Bereich des Gewerbegebiets.

Aktuell werden keine Messungen vorgenommen, da die Geräte bei zu niedrigen Temperaturen nicht einwandfrei funktionieren. Sollte es in nächster Zeit wieder wärmer werden, wird zum Vergleich eine Geschwindigkeitsmessung am Ortseingang aus Richtung Penzberg durchgeführt. Zudem plant die Gemeinde, an beiden Ortseinfahrten dauerhaft Geschwindigkeitsanzeigen zu installieren.  Text und Bild Sophia Necker