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Fairtrade Iffeldorf

Fairtrade Gemeinde Iffeldorf geht uns alle an!

Am 2. Oktober 2016 bekam die Gemeinde Iffeldorf als 99. Kommune in Bayern das Siegel „Fairtrade Gemeinde“ verliehen. Eine fleißige Steuerungsgruppe hatte dies in die Wege geleitet und bemüht sich seither, die Bürger über dieses wichtige Anliegen zu informieren und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass auch der Einzelne durch sein Konsumverhalten zur Verbesserung des globalen Handels beitragen kann.

Fairer Handel kann nicht alle Ungerechtigkeiten der Welt beseitigen, aber er kann durch sein positives Beispiel zur Lösung vieler Probleme beitragen. „Handel mit fairen Produkten stellt sicher, dass die Erzeuger davon auch menschenwürdig leben können“, sagt die entwicklungspolitische Sprecherin im Bayerischen Landtag, Kathi Petersen. Dies ist ein wichtiger Grund, damit sich die Menschen in ihren Heimatländern nicht auf die Flucht machen müssen. Deshalb hat sich Fairtrade folgende fünf wichtige Ziele gesetzt:

  • Kleinbauern bekommen faire Preise und langfristige Verträge
  • Zahlung von Fairtrade-Prämien für soziale Projekte, Infrastruktur, Bildungs- und Gesundheitszentren
  • Umweltschonende Anbaumethoden sollen den Klimawandel bremsen 
  • Verbot von Kinderarbeit
  • Stärkung der Arbeitsrechte und der Rechte von Frauen

 

Bei der Feierstunde zur Verleihung des Fairtrade-Siegels betonte Bürgermeister Hubert Kroiß aber auch die Bedeutung von Fairtrade für jeden einzelnen Bürger hier in Iffeldorf:

„Wir in Mitteleuropa haben das Glück, hier geboren zu sein. Wir dürfen im Paradies leben mit einem Lebensstandard und Wohlstand auf sehr hohem Niveau. Viele Menschen auf diesem Globus leben in Armut, leiden unter Terror, Krieg und Hunger und haben meist nicht die Möglichkeit, es zu einem bescheidenen Wohlstand zu bringen.

Dieser Missstand wird uns täglich in den Medien vor Augen geführt. Wir wissen um die unfaire Behandlung vieler Menschen und damit auch um die Produktion billiger Waren, welche unter oftmals menschenverachtenden Bedingungen für den Weltmarkt hergestellt werden.

Fairtrade heißt aber nicht nur Lebensmittel aus fairem Anbau und Handel, nein, es geht um viel mehr: Produktion von Bekleidung, die wir billig in großen Modehäusern kaufen, Lebensmittel von Tieren, die unter erbärmlichsten Bedingungen gehalten werden. Auch unsere Umwelt behandeln wir, als gäbe es kein Morgen. Das sind nur wenige Beispiele, die uns nachdenklich machen sollten.

Wir Menschen neigen leicht zur Bequemlichkeit, darum brauchen wir einen kleinen Schubs, um uns zu ändern. Das Fairtrade-Siegel soll in unserer Gemeinde diesen Schubs bringen und die Bürger anregen, ihr Einkaufsverhalten zu ändern. Es tut uns nicht weh und kann vielen Menschen auf dem Planeten zu einem hoffentlich besseren Leben verhelfen.“ 

In Iffeldorf gibt es bereits zahlreiche Bürger und Institutionen (Geschäfte, Gastronomie, Schule, Kindergarten, Rathaus), die Fairtrade-Produkte anbieten, verkaufen und auch konsumieren. Doch es sollen noch mehr werden - Fair Trade geht uns alle an!

Um Ihnen, liebe Leser, die Ideen von Fairtrade näherzubringen, laden wir sie ein zu einem 

Gedankenaustausch mit der Iffeldorfer Fairtrade-Steuerungsgruppe, am 24.03.2018 ab 18:00 Uhr im Bürgersaal/Rathaus

Das Treffen dient der Information, soll Ihre Fragen zur Fairtrade-Organisation beantworten und Auskunft über Einkaufsmöglichkeiten von Fairtrade-Produkten in Iffeldorf geben. Wir freuen uns auf einen lebendigen Abend mit Ihnen und auf eine wachsende Unterstützung des Fairtrade-Gedankens!

Isolde Künstle